Hygienekonzept für Blockflötenorchester (Quelle: Homepage Dietrich Schnabel)

  • Die Stühle im Probenraum werden von einer einzelnen Person im Abstand von 2 Metern zu den Seiten und 3 Metern in Blasrichtung, Reihen bevorzugt versetzt, gestellt. Anschließend werden die Stellen, an denen die Stühle angefaßt wurden desinfiziert.
  • Zwei Sprühflaschen mit Desinfektionsmittel stehen am Eingang zur Verfügung.
  • Im Verlauf der Probe werden die Plätze nach Möglichkeit nicht gewechselt.
  • Die Fenster bleiben während der gesamten Probe geöffnet, soweit die Wetterverhältnisse dies zulassen. Nach Möglichkeit wird quer gelüftet.
  • Die einzelnen Probenphasen dürfen nicht länger als 60 Minuten dauern, um eine übermäßige Konzentration von möglicherweise infektiösem Aerosol zu vermeiden. Im jedem Fall wird die Dauer der Probeneinheit individuell unter Verwendung einer sogenannten CO 2–Ampel den örtlichen Gegebenheiten angepasst. In der anschließenden Pause muss unbedingt, unabhängig von den Wetterverhältnissen gründlich quer gelüftet werden.
  • Der gesamte Probentag sollte nicht mehr als drei Probenphasen beinhalten, um einer übemäßigen Sättigung der Luft mit Aerosolen vorzubeugen. Wenn sich das Hygienekonzept bewährt, können auf Dauer auch längere Probentage wieder möglich werden.
  • Zu spielende Noten werden im Vorfeld der Probe vom Dirigenten nur mit gewaschenen und desinfizierten Händen angefasst. Vor dem Verteilen der Noten an die Plätze der Spieler desinfiziert der Dirigent sich die Hände.
  • Nach dem Musizieren werden die Noten, die zurückgegeben werden sollen, nicht eingesammelt sondern jeder Spieler legt einzeln seine Noten nach Werken sortiert auf Stapel. Diese werden vom Dirigenten eingepackt (danach wieder die Hände desinfizieren!) und mitgenommen und bleiben anschließend mindestens 72 Stunden unberührt und mit notwendigem Sicherheitsabstand beim Dirigenten.
  • Prinzipiell werden den Musikern private Geräte empfohlen, mit denen diese die Noten digital lesen können. (Tablet, iPad o. Ä.) Der Dirigent hat alle Einzelstimme in digitaler Form (als .pdf-Datei) vorliegen und kann diese im Vorfeld oder während der Probe an die Spieler weitergeben. Dies enthebt den Dirigenten nicht von der Pflicht, originales Notenmaterial (meist in Papierform) zu erwerben und zu den Proben mitzubringen.
  • Eventuelle defekte Instrumente dürfen während des Probetages nicht vom Dirigenten oder anderen Personen repariert werden.
  • Der Dirigent fertigt einen Sitzplan und eine Liste der am Probentag teilnehmenden Spieler mit Name, Adresse und Telefonnummer an, die er für vier Wochen aufbewahrt und nach datenschutzrechtlichen Vorschriften verwaltet.
  • Es dürfen nur so viele Spieler an der Probe teilnehmen, wie nach der Raumgröße und der tagesaktuellen Bestimmung in den jeweiligen Bundesländern zulässig sind. (Beispiele: NRW: pro Person 7m², Hessen pro Person 20m², BaWü nicht mehr als 20 Personen in einem Raum, egal wie groß, etc.). Zuschauer sind bei der Probe nicht zulässig.
  • Im Probenraum werden nach der Probe alle Kontaktflächen mit Desinfektionsmittel gereinigt.

Die Spieler: 

  • dürfen nicht kommen, und werden zur Probe nicht zugelassen, wenn sie sich krank fühlen oder irgendwelche Krankheitssymptome (Fieber, Halsweh, Husten, Verlust des Geruchssinnes, Erschöpfung etc.) haben.
  • müssen Mund-Nasenschutz tragen sobald sie das Gebäude betreten. Dennoch werden sie sich immer bemühen, keinem Mitspieler näher als 1,5 m zu kommen. Erst am Platz, an dem sie den Tag über musizieren werden, dürfen die Spieler den Mund-Nasenschutz abnehmen.
  • betreten den Raum einzeln und verlassen ihn, wenn die Räumlichkeiten dies zulassen, einzeln durch eine andere Tür.
  • desinfizieren ihre Hände beim Betreten des Raumes.
  • nehmen Instrumentenkoffer, Taschen und sonstiges Gepäck mit an den Platz. Die Instrumente werden am Platz aufgebaut und die Koffer bleiben während des Probentages am Platz stehen.
  • bringen außer Instrumenten und eigenem Notenständer sowie Bleistift unbedingt mit:
  • einen wiederverschließbaren Plastikbeutel (Ziploc o. ä.)
  • ein Stoff- oder Papiertuch
  • ein unbenutzter oder frisch gewaschener Mund-Nasenschutz
  • möglichst ein Mittel zur Handdesinfektion am Platz
  • einen wiederverschließbaren Plastikbeutel (Ziploc o. ä.)
  • ein Stoff- oder Papiertuch
  • da das beim Musizieren entstehende Kondenswasser als potentiell infektiös betrachtet werden muss, darf die Blockflöte in keinem Fall in Längsrichtung (Spielrichtung) mit Finger auf dem Labium ausgeblasen werden. Zum Ausblasen muss immer das Kopfstück abgenommen werden, das untere Loch des Kopfstücks mit der Hand geschlossen werden, das Labium mit dem Mund umschlossen und das Kondenswasser dann durch den Schnabel ausgeblasen werden. Dabei muss sich das mitgebrachte Tuch vor dem Schnabel befinden und das austretende Kondenswasser damit aufgefangen werden. Nach dem Ausblasen ist das feuchte Tuch in dem mitgebrachten Plastikbeutel zu verstauen, der gut verschlossen nach Hause mitgenommen wird, wo das Tuch entsorgt oder gewaschen wird. Nach dem Ausblasen müssen die Hände desinfiziert werden.
  • können alternativ dazu den Windkanal auch mit von ihnen vorbereiteten Streifen saugfähigen Kartons vom Kondenswasser reinigen. Die Streifen sind nach Gebrauch in dem verschlossenen Plastikbeutel aufzubewahren und zu Hause zu entsorgen. Nach der Reinigung müssen die Hände desinfiziert werden.
  • „entwässern“ das Anblasrohr großer Instrumente indem sie das Kondenswasser ebenfalls mit einem Tuch auffangen. Spieler großer Instrumente bringen sinnigerweise mehrere Stoff- oder Papiertücher mit. Achtung: Der Plastikbeutel muss dann auch entsprechend größer sein.
  • dürfen keine Instrumente von anderen Spielern ausleihen oder an andere Spieler verleihen.
  • sollten übermäßig lautes Lachen vermeiden, da dies zu erhöhtem Aerosolausstoß führen kann. Auf der anderen Seite ist Lachen zur Zeit so wichtig, also lachen Sie ruhig...
  • müssen die Husten- und Niesetikette (in die Armbeuge oder in ein Taschentuch) beachten und einhalten.