Musizieren im Blockflötenorchester?

Im allgemeinen Informationswirrwarr ein paar harte Fakten zu Blockflötenorchester und Corona

Meine lieben Blockflötenorchesterfreunde,
so viele Virologen und Politiker man derzeit hört, so viele Meinungen erhält man. Tatsächliche Information wie es weitergehen wird, vor allem in Hinsicht auf die Wiederaufnahme der Proben im Blockflötenorchester, bekommt man aber nicht. Ich habe versucht, ein paar Quellen zusammen zu tragen, die mir vernünftig argumentiert scheinen und aus denen sich jeder vielleicht eine eigene Meinung bilden kann.

Die Bundeskanzlerin hat am gestrigen Mittwoch verkündet, dass die coronabedingten Kontaktbeschränkungen grundsätzlich bis zum 5. Juni verlängert werden. In dieser Zeit sollen diverse Sicherheitsmaßnahmen nach und nach gelockert werden. Prinzipiell wäre es das schon gewesen, wenn nicht alle Bundesländer den „Lockerungsfahrplan“ eigenständig festlegen dürften. Das schafft Verwirrung. Bereits in der letzten Woche haben Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern Treffen für bis zu fünf Personen erlaubt – im Quartett könnte man also schon wieder musizieren. In allen anderen Bundesländern sind gerade mal die Treffen von Mitgliedern zweier Haushalte zugelassen. Was uns betrifft, prescht Hessen vor. Volker Bouffier will bald wieder Veranstaltungen bis 100 Personen in einer Saalgröße einer Messehalle zulassen, bei kleineren Sälen auch nur bis 50 Personen.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos oder botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen. Also alles, in dem ein Besucher alleine sein kann und ein Abstand von 1½ Metern zu anderen gut eingehalten werden kann. Aber selbst in NRW, das den zügigsten Lockerungsplan vorlegt, sind die Vorgaben längst nicht so „lasch“ wie sie interpretiert werden.
Hier sind ab 11. Mai kleinere Konzerte zulässig — unter freiem Himmel. Am Missverständlichsten ist aber die Formulierung: „Der Probenbetrieb in Kultureinrichtungen ist unter Schutzauflagen zulässig, für Chöre und Orchester gelten erweiterte Abstandsregeln.“ Dies betrifft also professionelle Chöre und Orchester in ihren großen Orchestersälen (Kultureinrichtungen!) und in keinem Fall Amateurchöre oder gar Blockflötenorchester. Was mich wirklich interessiert hätte, wären die „erweiterten Abstandsregeln“ – dazu habe ich trotz intensiver Suche keine Information gefunden.
Die Abstandsregel die mittlerweile standardmäßig genannt wird ist: 1 Person pro 10 m² (Laden-)Raum. Nur zum Vergleich: In „normalen“ Zeiten rechnet man bei einer Bestuhlung mit 1 Person pro Quadratmeter, stehend mit 2 Personen pro m² und in öffentlichen Verkehrsmitteln sogar mit einem Standard von 4 Personen pro m²!

Also, selbst wenn man sich als Orchester treffen dürfte, müsste der Raum dafür gigantisch groß sein, die Spieler weit voneinander entfernt sitzen und müssten zusätzlich auch noch Mundschutz tragen.

Erfreulich sind dafür die seit gestern aktualisierten Untersuchungen der Musikmediziner. Die Verwirbelungen des virenbelasteten Aerosols an der Schneidkante einer Blockflöte scheint nicht so dramatisch zu sein, wie ursprünglich befürchtet, die Blockflöte ist also nicht gefährlicher als alle anderen Blasinstrumente. Risikoeinschätzung einer Coronavirus-Infektion im Bereich Musik.

Dass wir gut daran getan haben, das Musizieren im Blockflötenorchester so schnell und konsequent auszusetzen, zeigt sich in dem Artikel Wie riskant ist Chorsingen in Zeiten von Corona.

Allgemeine Betrachtungen über Musik und Corona findet man in dem Informationsblatt Musikunterricht im Zeichen der Corona-Krise.

Fazit? Zitieren wir wieder NRWs Ministerpräsidenten Laschet: „Großveranstaltungen bleiben bis 31. August 2020 untersagt. Für Versammlungen gelten die bestehenden Abstandsregelungen.
Mit Zieldatum ab 30. Mai 2020 sollen Fachmessen und Fachkongresse mit Schutzkonzepten und unter Beschränkung der Besucher- und Teilnehmerzahlen wieder stattfinden können.“
Wir sind also genauso schlau wie vorher, warten wir Ende Juli ab, vielleicht wissen wir dann, wann wir endlich wieder loslegen dürfen.

Seien Sie herzlich gegrüßt und bleiben Sie gesund, Ihr
Dietrich Schnabel

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Wenn Sie außer Sopran und Altblockflöte mindestens noch Tenor oder Bass spielen, sich für eine ganztägige Veranstaltung sonntags von       10 - 18 Uhr Zeit nehmen können und Lust haben, regelmäßig in einem großen Orchester (ca. 70 bis 80 Teilnehmer) unter der Leitung eines erfahrenen Dirigenten zu spielen, dann sind Sie hier richtig.

Unsere Probentermine: 

    2020                26. Juli    abgesagt

                            18. Oktober  Beginn 13.00 Uhr

             

Wir musizieren im Orchestersaal der                       Musikschule in

74321 Bietigheim-Bissingen

Im Schloss, Hauptsstr. 81

Bilder: Helfried Strauß



Die Teilnahme am Probentag kostet 40 €, für Schüler und Schülerinnen 23 €. Schüler der Musikschule Bietigheim-Bissingen zahlen 6 €.

In der ca. einstündigen Mittagspause kann in der Umgebung in mehreren Gaststätten in der Fußgängerzone ein Mittagessen eingenommen werden.


Über den Besuch freuen sich: 

Annette Bachmann        Ulrike Stahl       Günther Mohn       Dietrich Schnabel

Foto: Helfried Strauß

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Konzert : Sonntag, 17. November 2019 - 18.00 Uhr - Kronenzentrum Bietigheim-Bissingen







17. November 2019, 18:00 Uhr, »Große Musik für symphonisches Blockflötenorchester«

Konzert im Kronenzentrum Bietigheim-Bissingen
Württembergisches Blockflötenorchester, Ltg.: Dietrich Schnabel


Vielversprechend ist das Konzert am 17. November 2019 um 18:00 Uhr im Kronenzentrum
Bietigheim-Bissingen. Unter dem vollmundigen Titel »Große Musik für symphonisches
Blockflötenorchester« ist das renommierte Württembergische Blockflötenorchester (WBO) zu
hören. Das knapp 80 Spieler umfassende Orchester unter der Leitung seines als begabtem
Orchestererzieher bekannten Dirigenten Dietrich Schnabel gilt mittlerweile als eines der besten
Blockflötenorchester Deutschlands.
Das Programm umfasst die Uraufführung eines großen romantischen Klavierkonzertes von
Stephen Watkins, den Klavierpart teilen sich die beiden begnadeten jungen Pianisten Alexander
Schütz und Henning Dong, sowie ein großbesetztes mehrchöriges Werk der späten
Renaissance, das die Trauer Jacobs um seine beiden Söhne Joseph und Benjamin beschreibt.
Ein großformatiges Werk von Sören Sieg, der für seine afrikanischen Rhythmen und Melodien
bekannt ist und zwei lateinamerikanische Tänze des Komponisten David Moses aus
Großbritannien führen das Programm zu der Uraufführung der Flötensinfonie des international
berühmten österreichischen Komponisten Franz Xaver Frenzel, einer großartigen
Auftragskomposition, die extra für das WBO geschrieben wurde.
Ein interessantes, schönes und unterhaltsames Programm das zum Zuhören einlädt.

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Konzert am 23. September 2018 in Bietigheim


Das Württembergische Blockflötenorchester (WBO) unter der Leitung von Dietrich Schnabel ist mit seinen 80 - 100 Musikern das weltweit größte, regelmäßig probende Blockflötenorchester. Unter dem Titel „Von Piccolissimo bis Kontrasubbass“ ist am Sonntag, dem 23. September 2018 um 18:00 im Kronenzentrum Bietigheim-Bissingen das beeindruckende Instrumentarium dieses Klangkörpers zu hören - lauter Blockflöten mit klingender Länge von 12 cm bis knapp 4 Metern. Musiziert werden großformatige Werke, die original für solch eine Besetzung komponiert wurden. Das „Divertimento“ der britischen Blockflötistin Eileen Silcocks lotet mit raffinierten Rhythmen das gesamte menschliche Hörspektrum aus. In „Stolen Glimpses“ vertont der amerikanische Komponist Glen Shannon die Lebensgeschichte einer österreichischen Jüdin, die nach einer abenteuerlichen Flucht über Italien, Palästina und Mexiko nach Los Angeles gelangt, wo sie vor 30 Jahren das dortige Blockflötenorchester gegründet hat. Der deutsche Dirigent und Komponist Dietrich Schnabel führt mit „Circus in Aberdeen“ in ein musikalisches Ambiente voller Artisten, Jongleuren, Tieren, Akrobaten, Clowns und Wahrsagern. Beschlossen wird das Programm mit der Uraufführung der großen romantischen 5. Symphonie des britischen Komponisten Stephen Watkins.
Ein mitreißendes Programm mit echten Leckerbissen, nicht nur für Blockflötisten.

Ein mitreißendes Programm mit echten Leckerbissen, nicht nur für Blockflötisten.Plaktat zum download:

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Es werden Werke von Alexander Orologio, Dietrich Schnabel, Steve Marshall, Stephen Watkins und Anton Dvorak gespielt

 

 Eileen Silcocks: Playford Suite 18. April 2010





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Glen Shannon: Württembergoverture 14. April 2013

 


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 Rossini: Overture Italiana in Algeri 1. März 2015

 

 


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